Beitragsanpassung in der PKV

Definition, Tipps und Entwicklung der zukünftigen Beitragsanpassungen in der PKV

 
 
 
     
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Was ist die PKV Beitragsanpassung?
In der privaten Krankenversicherung werden die Tarife seitens der Versicherungsunternehmen so berechnet, dass sie die Versicherungsleistungen über die gesamte Vertragsdauer decken. Altersbedingte Kostensteigerungen werden durch die Altersrückstellungen abgefangen. Diese Berechnungen beruhen auf statistischen Voraussagen. Weitere Faktoren wie Kostenentwicklungen bei Medikamenten, Arzttarifen oder auch veränderte Häufigkeiten bei Krankheitsbildern sind hingegen schwer vorhersagbar und daher nicht langfristig erfasst. Die PKV Beitragsanpassung schließt diese Lücke durch vergleichsweise „kurzfristige“ Kalkulationen. In der Regel stellen die Versicherer mindestens einmal jährlich die kalkulierten Ausgaben den erforderlichen Versicherungsleistungen gegenüber. Weichen die Werte zu stark von einander ab kommt es zur PKV Beitragsanpassung. Zu beachten ist, dass der Versicherer nicht nur den reinen Versicherungsbeitrag ändern, sondern auch den Selbstbehalt erhöhen darf. Ist im Vertrag jedoch von vornherein kein Selbstbehalt vorgesehen, dann darf der private Versicherer im Rahmen der PKV Beitragsanpassung keinen Selbstbehalt neu hinzufügen.

Besonderes Kündigungsrecht in der PKV bei Beitragsanpassung
Wird für den Versicherungstarif der PKV eine Beitragsanpassung durchgeführt, dann entspricht der Tarif nicht mehr den ursprünglich abgeschlossenen Konditionen. Dem Versicherungsnehmer ist für diesen Fall gesetzlich ein besonderes Kündigungsrecht vorbehalten. Dieses gilt sowohl bei einer PKV Beitragsanpassung als auch bei der Kürzung von Leistungen. Voraussetzung ist lediglich die fristgerechte Kündigung. Hierfür muss dem Versicher vor Inkrafttreten der Änderung die Kündigung zugegangen sein. Bei Versäumen der fristgerechten Kündigung erlischt das außerordentliche Kündigungsrecht und der Vertrag gilt weiterhin zu den neuen Konditionen der PKV Beitragsanpassung. Zu Beachten ist, dass bei einer außerordentlichen Kündigung der Wechsel in eine neue (private) Krankenversicherung ansteht. Dabei sollte der Versicherungsnehmer unbedingt vorab prüfen ob dies Sinn macht. Gerade bei älteren Semestern ist ein Versicherungswechsel oftmals mit Nachteilen verbunden. So können neben einer erneuten Gesundheitsprüfung die Verluste der Altersrückstellungen oder höhere Beiträge bzw. Leistungsausschlüsse drohen. Es kann jedoch Sinn machen das außerordentliche Kündigungsrecht zum vorzeitigen Wechsel der privaten Krankenversicherung zu nutzen, wenn zum Beispiel Komplikationen mit der alten Versicherung bestanden, Leistungen nicht ersetzt wurden oder wirtschaftliche Schieflagen des Unternehmens absehbar sind.

Ausblick: Welche PKV Beitragsanpassungen sind zukünftig zu erwarten?
Im folgenden Absatz werfen wir einen Blick in die Kristallkugel und versuchen aktuelle Entwicklungen und Ihre Auswirkung auf künftige PKV Beitragsanpassungen abzuschätzen. Dabei geht es weniger um harte Fakten als darum, dem Leser mit diesen Tendenzen Ansatzpunkte zum Nachdenken zu geben. Bekanntermaßen wird der demografische Wandel zukünftig eine Altersverschiebung bewirken. Dieser Effekt in Kombination mit längeren Lebenserwartungen werden mit Sicherheit die eine oder andere PKV Beitragsanpassung nach sich ziehen. Selbiges könnte durch eine unerwartet hohe Inflation, sowie weiter steigende Personal- und Arzneimittelkosten bewirkt werden. Leistungskürzungen sind der privaten Krankenversicherung im Übrigen nicht gestattet, da die Leistungen im Vergleich zur GKV auf vertraglicher Basis erfolgen. Es verbleibt der PKV somit nur die Beitragsanpassung. Erhöhungen werden innerhalb einzelner Tarife kalkuliert und betreffen entsprechend auch nur genau einen einzigen Tarif. Wirtschaftliche Schieflagen durch Aufnahme wenig solventer Zahler in bestimmte (Basis-)Tarife könnten zukünftig ebenfalls zu Beitragsanpassungen in der PKV führen.