Die sechs wichtigsten Fragen zum PKV Risikozuschlag

Was ist der PKV Risikozuschlag und welche Folgen bringt er mit sich

 
 
 
     
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1. Was ist der PKV Risikozuschlag?
Neukunden müssen in der privaten Krankenversicherung vor Vertragsabschluss eine Risikoprüfung über sich ergehen lassen. Damit will die Versicherungsgesellschaft ermitteln welche gesundheitlichen Risiken der Versicherungsnehmer mit sich bringt. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse ist es der privaten Krankenversicherung erlaubt diese Abfrage durch zu führen. Stellt sich dabei heraus, dass der Versicherungsnehmer gewisse Vorerkrankungen mit sich bringt, dann darf die Versicherung den Antrag im schlimmsten Fall ablehnen oder Leistungsausschlüsse vereinbaren. In der Regel gibt es jedoch in der PKV einen Risikozuschlag.

2. Welche Auswirkungen hat der PKV Risikozuschlag?
Erhebt die PKV einen Risikozuschlag dann bedeutet dies, dass die Versicherung davon ausgeht, dass ein bestimmtes Merkmal im Gesundheitsbild des Antragsstellers in seinem späteren Leben mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit zu gesundheitlichen Komplikationen führen wird. Ergo muss die Versicherung dafür aufkommen und der Kunde wird teurer. Um diese Kosten abzufangen und ordentlich wirtschaften zu können erhebt die PKV den Risikozuschlag. Beispielsweise kann eine ehemalige Sportverletzung am Fuß im entsprechenden Leistungskatalog mit einem prozentualem Zuschlag versichert werden, wenn die Versicherung davon ausgeht, dass dies später weitere Konsequenzen für den Bewegungsapparat haben wird. In Summe wird dadurch die Versicherungspolice für den Versicherungsnehmer teurer. In unserem Artikel über den Arbeitgeberzuschuss verraten wir welcher Anteil sich davon auf den Arbeitgeber umlegen lässt.

3. Welche Vorteile bringt der PKV Risikozuschlag?

Mit dem Risikozuschlag kann die PKV spätere Beitragssteigerungen vermeiden. Wären die allgemeinen Aufnahmekriterien zu lasch, dann können spätere Erkrankungen schnell eine Kostenspirale in Gang setzen deren Umlage alle Versicherten betreffen würde. Der Zuschlag ist also gleichzeitig ein Instrument zur Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit und Beitragsstabilität.

4. Welche Faktoren fließen in den PKV Risikozuschlag mit ein?
Beim Antrag sind für die Private Krankenversicherung nicht nur die aktuelle gesundheitliche Lage, sondern vor allem auch die zukünftigen Prognosen entscheidend. Da das Vertrauen in die Glaskugel weit weniger ausgeprägt ist als in knallharte Statistik werden hier Durchschnittswerte heran gezogen. Aus diesem Grund können auch vermeintlich leichte Erkrankungen mit Zuschlägen bewertet werden, wenn in der Zukunft mit kostenintensiven Entwicklungen zu rechnen ist. Ein weiterer Faktor ist das Alter des Versicherungsnehmers, sowie die Berufsgruppe. Wer körperlich hart arbeitet oder viel Stress ausgesetzt ist kann anders bewertet werden wie jemand mit einem vergleichsweise harmloseren Bürojob.

5. Wie lange gilt der PKV Risikozuschlag?
Der PKV Risikozuschlag muss nicht ewig eine finanzielle Belastung bleiben. Kann ein Arzt das Ausheilen der Erkrankung attestieren und feststellen, dass das Risiko nicht höher als bei vergleichbaren Durchschnittspatienten ist, dann kann der Zuschlag reduziert oder sogar ganz gestrichen werden. Für chronische Krankheiten, soweit es keine Fehldiagnosen gab, wird meist ein Leben lang der Zuschlag gezahlt

6. Wann ist ein PKV Risikozuschlag nicht zulässig?
Im Basistarif darf die PKV keine Risikozuschläge oder Ausschlüsse auferlegen auch wenn gleichwohl eine Gesundheitsprüfung durchgeführt wird. Siehe dazu auch unseren Artikel zur Basisabsicherung. Die dadurch entstehenden Kosten durch Unterdeckung werden auf alle anderen Versicherungsnehmer umgelegt. Einschränkungen bestehen auch für Beamte die im Rahmen der Öffnungsklausel eine Private Krankenversicherung abschließen, da hier die Kosten eines Zuschlags auf max. 30% gedeckelt sind.